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Hirumed GmbH
Dr. D. Kähler Schweizer
Hubstrasse 37
CH-9500 Wil / SG
Tel. 071 910 00 63
 

Häufige Fragen zu Blutegeln und
zur Blutegel-Behandlung

 

Wie wirkt die Blutegelbehandlung?
Nach dem Biss werden vom Egel Substanzen abgegeben, welche die Ausbreitung des Speichels im Körper begünstigen. Danach werden blutgerinnende Enzyme abgegeben. Schlussendlich entzündungshemmende Substanzen. - Diese physiologischen Vorgänge, welche sich im Verlauf der auseinandersetzung zwischen Egel und Patient entwickeln, werden therapeutisch genutzt.


Was enthält der Speichel des Blutegels?
Der Blutegelspeichel besteht wahrscheinlich aus mehr als 100 bioaktiven Substanzen, wovon heute nur knapp 25 bekannt sind. Die bekanntesten sind: Hirudin (hemmt die Blutgerinnung stärker als Heparin), Eglin (entzündungshemmend), Hyaluronidase (löst das Bindegewebe auf), Calin (hemmt die Aggregation der Thromozyten und verursacht die lange Nachblutung), Destabilase M (löst Blutgerinnung), Destabilase L (wirkt antibiotisch), usw.

Hirudin vs Heparin

 

Hirudin "low molecular weight" Heparin
Thrombin-hemmend Faktor Xa-hemmend und weniger IXa + Xla
nicht neutralisiert durch Heparinase neutralisiert durch Heparinase, wenig Endothelbindung
hindert die Thrombozyten-induzierte Aggregation hemmt die Thrombozyten-Funktion
keine induzierte Thrombozytopenie, keine Lebertoxizität kann Thrombozytopenie induzieren, Erhöhung der Leberenzyme möglich

 

Können Blutegel mehrmals gebraucht werden?

Leider nein. Wegen der Übertragungsgefahr von infektiösen Krankheiten ist es nicht zulässig, den gleichen Blutegel an mehreren Patienten anzusetzen. Auch wenn der Blutegel zwischen den Behandlungen mehrere Monate fastet.

 

 

Kann man gebrauchte Blutegel in der Natur aussetzen, z.B. in einem Gartenteich?

Nein. Der Grund dafür ist folgender: die mitteleuropäischen Blutegel sind fast ausgestorben und deshalb streng geschützt. Die Zucht- und Kulturegel aus dem Handel stammen aus einer anderen Rasse als unsere Schweizer und deutschen Egel. Blutegel sind artengeschützte Tiere (CITES). Deshalb, und auch um die Verbreitung von Krankheiten zu vermeiden, ist es gesetzlich verboten, Blutegel auszusetzen.

 

Ist der Postversand von Blutegeln nicht sehr belastend für die Tiere?

Ein Versand mit normaler A-Post ist sicher sehr belastend, weil die Post diese Pakete rein maschinell sortiert. Mit solchen Paketen wird schonungslos umgegangen. Man kann nie sicher sein, dass sie nicht von einem schweren Paket zerdrückt werden.

Obwohl wir die Tiere in Spezial-Isolationsboxen verpacken, wo die Tiere sicher 4 Tage überleben würden, ist es uns ein Anliegen, diese nur per Express-Post über Nacht zu verschicken. Express-Sendungen werden nämlich manuell behandelt. Auch die Gefahr, dass ein Paket lange Zeit an der prallen Sonne liegen könnte, wird somit ausgeschaltet.

 

Bieten Sie einen "Rentnerteich" an?

Seit 2006 sind die sogenannten "Rentnerteiche" auch in Deutschland verboten worden. Aus Artenschutzgründen ist es verboten, Blutegel in der Natur auszusetzen. Alle gebrauchten Blutegel müssen getötet werden.

 

 
     
    Copyright © Hirumed GmbH, letzte Aktualisierung vom 10.1.2015 verantwortlich für den Inhalt: Dr. Dominique Kähler